Verhaltensgrundsätze

Verhaltensgrundsätze für ein gutes Miteinander

Unsere Schule ist ein Ort der Begegnung und der Kommunikation, des miteinander Lehrens und Lernens. Gegenseitige Wertschätzung fördert ein gutes Miteinander von Lehrern, Schülern, Eltern und Mitarbeitern. Im Leitbild unserer Schule ist dies formuliert. Jedes Mitglied unserer Schulgemeinschaft ist auf die Wertschätzung anderer angewiesen. Wertschätzung stärkt die Persönlichkeit und das Wohlbefinden in unserer Schule und trägt zur Bildung eines Gemeinschaftsgefühls bei. So kann in unserer Schule der Prozess des Lehrens und Lernens besser gelingen.

Grundlage von Wertschätzung ist die genaue Wahrnehmung des anderen in seiner ganzheitlichen Persönlichkeit. Für unser Schulleben ist die Fähigkeit bzw. das Bemühen, den anderen in all seinen Stärken und Schwächen wahrzunehmen, eine Grundvoraussetzung. Sie ermöglicht es uns erst, uns gegenseitig wertzuschätzen. Der Blick auf die Stärken hilft uns, echte Anerkennung zu schenken und den nötigen Respekt auch in Konflikten und bei Misserfolgen aufzubringen. Er bewahrt uns vor Geringschätzung, Beleidigung oder gar Gewalt.

Jedes Mitglied unserer Schulgemeinschaft bringt seine eigene Geschichte mit unterschiedlichen Erfahrungen mit, die sein Denken und Verhalten prägen. Im Schulalltag wird häufig nur ein Ausschnitt unserer Persönlichkeit sichtbar. Unser Interesse aneinander – soweit es uns möglich ist, auch über den Unterricht hinaus – ermöglicht uns eine Vielfalt an Erfahrungen und schafft Nähe und Verständnis.

Konkret bedeutet das

 

                                     A.     für den Umgang von Lehrkräften und Schülern an unserer Schule:

 

Wir kennen unsere Namen!                            

Sowohl Lehrer als auch Schüler können sich mit Namen ansprechen, wenn sie sich aus gemeinsamem Unterricht kennen.

Wir grüßen uns!

Wenn wir uns begegnen, grüßen wir uns auch dann, wenn wir uns nicht aus gemeinsamem Unterricht kennen. Dieses kann durch Worte, z.B. aber auch mit Blicken, durch Winken oder Zunicken geschehen.

Wir halten uns an vereinbarte Regeln und nehmen Rücksicht!

Wir respektieren die in der Schulordnung formulierten Regeln und halten uns an sie. Sollten wir Regeln verletzen, so zieht dieses Konsequenzen nach sich.

Wir nehmen Rücksicht aufeinander und helfen uns. Bei unbeabsichtigten Behinderungen entschuldigen wir uns. Sprachlicher Ausdruck gegenseitiger Wertschätzung sind die Wörter „danke” und „bitte”.

Wir loben andere!

Wir loben uns gegenseitig für Dinge, die wir gut machen. Wir erkennen die Stärken jedes Einzelnen an und können uns dabei auch selbst zurücknehmen.

Wir hören uns gegenseitig zu!

Wir können andere besser verstehen, wenn wir genau hinhören, was sie zu sagen haben. Damit üben wir immer wieder, uns auch in die Gedankenwelt anderer hineinzuversetzen.

Wir strengen uns an!

Mit der notwendigen Disziplin geben wir im Prozess des Lehrens und Lernens unser Bestes und versuchen, unsere Stärken zu erhalten bzw. auszubauen und an unseren Schwächen zu arbeiten. Daraus können wir neue Stärke gewinnen.

Wir ermutigen!

Wir Lehrer ermutigen schüchterne oder unsichere Schüler, indem wir sie auf ihre Stärken aufmerksam machen. Nach einer schlechten Klassenarbeit lassen wir unsere Schüler nicht mit ihrer Enttäuschung allein, sondern helfen ihnen, Lösungswege zu finden.

Wir sind nicht unsere Noten!

Wir, Lehrer und Schüler, wissen, dass Noten keine Wertung der Persönlichkeit eines Schülers darstellen und nicht Ausdruck von Sympathie oder Antipathie sind, sondern nur die Bewertung der momentanen schulischen Leistung.

Wir äußern Kritik konkret, konstruktiv und fair!

Wenn wir Kritik üben, dann  nicht an der Person des anderen, sondern an einer bestimmten Verhaltensweise. Unabhängig davon, wo und in welchen Zusammenhängen wir Kritik äußern, achten wir darauf, dass niemand lächerlich gemacht, beleidigt oder bloßgestellt wird.Wir äußern gegenseitige Kritik konstruktiv, indem wir Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. Wir Lehrer ermöglichen es unseren Schülern, kritische Rückmeldungen zu geben.

Wir nehmen Kritik an! Wir können Fehler zugeben!

Erfahren wir Wertschätzung, fällt es uns leichter, Kritik anzunehmen, eigene Fehler zuzugeben und uns zu entschuldigen. Damit zeigen wir Stärke.

Wir sind offen und ehrlich!

Es gelingt uns leichter, offen und ehrlich zu sein, wenn wir keine Angst vor verletzender Kritik haben müssen.

Wir helfen uns!

Wir Lehrer haben ein offenes Ohr für unsere Schüler, registrieren „Hilferufe” und nehmen sie ernst. Auch wir Schüler nehmen wahr, wenn jemand Hilfe benötigt. Wir helfen uns gegenseitig, Lösungen für Probleme zu finden. Wir wissen, dass die Lehrer, insbesondere Klassenlehrer, Beratungslehrer und die Sozialpädagogin, uns dabei unterstützen können.

Wir bilden eine Klassengemeinschaft!

Wir wissen, dass jeder Mensch Stärken und Schwächen hat. Dies verhindert, dass Mitschüler wegen spezieller Verhaltensweisen ausgelacht, gehänselt oder ausgegrenzt werden. Dadurch entsteht eine gute Klassengemeinschaft. Wir dulden unter keinen Umständen, dass Einzelne persönlich verletzt und ausgegrenzt werden. Wenn es dennoch dazu kommt, mischen wir uns ein und machen uns gegen dieses Fehlverhalten stark. Falls nötig, benachrichtigen wir Schüler Klassenlehrer, Beratungslehrer oder Sozialpädagogin. Dies erfordert Mut, hilft aber allen Beteiligten. Wir Lehrer nehmen derartiges Fehlverhalten ernst, schützen unsere Schüler und helfen bei der Lösung von Konflikten.

Wir tragen Konflikte nie mit körperlicher Gewalt aus!

Konflikte sind häufig mit heftigen Gefühlen verbunden. Dennoch reagieren wir nicht mit Gewalt, sondern vermeiden körperliche Auseinandersetzungen, notfalls auch dadurch, dass wir weggehen. Dies ist kein Zeichen von Unterlegenheit, sondern von Stärke.

 

                                     B.     für den Umgang von Lehrkräften und Eltern an unserer Schule:

Im Interesse aller Schüler unserer Schule arbeiten wir Lehrer und Eltern bei der Erziehung und Bildung der Kinder und Jugendlichen verantwortungsvoll zusammen. Wir nehmen uns gegenseitig ernst und schätzen uns als Personen. Bei dieser Aufgabe unterstützen wir uns gegenseitig durch Lob, Rat und Kritik. Wenn Probleme auftreten, vermeiden wir Schuldzuweisungen und suchen stattdessen zielgerichtet nach Lösungen.

Wir Eltern unterstützen unsere Kinder angemessen in allen schulischen Belangen und sorgen dafür, dass sie pünktlich, regelmäßig, ausgeruht und gut vorbereitet die Schule besuchen. Dazu sorgen wir für ein ruhiges häusliches Lernumfeld und unterstützen unsere Kinder bei der selbstständigen und gewissenhaften Anfertigung der Hausaufgaben.

 

                                 C.         für unsere Schulgemeinschaft

Wertschätzender Umgang zeigt sich im gegenseitigen Interesse von Lehrern, Schülern, Eltern und Mitarbeitern, auch über den Unterricht hinaus, sowie in der Anerkennung des persönlichen Engagements im Sinne der Schulgemeinschaft. Aktivitäten, die alle zusammenbringen, wie Feste, Musik-, Theater- oder Sportveranstaltungen, fördern unser Zusammengehörigkeitsgefühl.