Mit Erasmus+ 2026 nach Thessaloniki
Im Rahmen des Erasmus+-Projekts ‚Mit Erasmus+ 2026 nach Thessaloniki: On the Trail of Jewish Life in Thessaloniki – Persecution, Resistance, Survival‘ fuhren 17 Schülerinnen und Schüler und sechs Lehrkräfte aus sechs Schulen Niedersachsens vom 14. bis 22. März nach Thessaloniki. Für die Gaußschule begleitete unsere Mittelstufenkoordinatorin Miriam Hesse die Fahrt. Dort setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit der Geschichte des jüdischen Lebens in Thessaloniki auseinander.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Themen Verfolgung, Widerstand und Überleben während der Zeit des Nationalsozialismus sowie auf der Bedeutung historischer Erinnerung vor Ort. Geschichte ist mehr als eine Abfolge vergangener Ereignisse. Sie betrifft uns, weil sie von Menschen handelt – von ihren Entscheidungen, ihrem Handeln, ihrem Wegsehen und ihrem Mut. Die Leitfrage dieses Projekts „Was geht mich die Geschichte an?“ greift genau diesen Gedanken auf. Sie lenkt den Blick weg von abstrakten Zahlen und Jahreszahlen hin zu den konkreten Lebensgeschichten einzelner Menschen und fordert dazu auf, historische Verantwortung als persönliche Aufgabe zu begreifen.
In gemischten Gruppen aus je drei deutschen und drei griechischen Schülerinnen und Schülern ist das folgende Plakat entstanden. Daneben gab es ganz viele Gelegenheiten, sich gegenseitig kennenzulernen, Träume und Zukunftsvorstellungen auszutauschen, den europäischen Gedanken durch die offene Aufnahme und die sehr gelungene gemeinsame Zusammenarbeit zu stärken und auch um miteinander fremde Süßigkeiten zu probieren. Das Fazit der Teilnehmenden fiel sehr positiv aus:
„Thessaloniki war für mich eine unvergessliche Mischung aus Kultur, Freundschaften und neuen Eindrücken“. – Gaußschülerin aus der 10. Klasse
„Thessaloniki ist als Stadt mit einer sehr langen Geschichte ein lebendes Beispiel für die Verbindungen und den Austausch, der in Europa die Menschen seit jeher miteinander verbindet, aber ebenso eine Erinnerung an das Leid, welches Menschen im Stande sind, sich gegenseitig zuzufügen. Aus beidem können und müssen wir lernen, um die Zukunft gestalten zu können.” – Gaußschüler aus der 10. Klasse.

