Musikzweig

Musikzweig

Seit 1988 ist die Gaußschule in Braunschweig und Umgebung das einzige Gymnasium, das aufgrund seiner personellen und räumlichen Voraussetzungen sowie seiner vorzüglichen Ausstattung in der Lage ist, ein spezielles Angebot für musikinteressierte Kinder und Jugendliche bereitzuhalten.

Für die Jahrgänge 6 bis 10 wird mit dieser Schwerpunktbildung im Fach Musik der wissenschaftlich nachgewiesenen Bedeutung eines vielfältigen Umgangs mit Musik auf die Entwicklung junger Menschen Rechnung getragen. Im Sinne einer umfassenden Allgemein- und Persönlichkeitsbildung werden kognitive Fähigkeiten und praktische Fertigkeiten, emotionale wie soziale Kompetenzen gefördert.

Im Folgenden geben wir Antworten auf Fragen, die uns am häufigsten von interessierten Eltern und Kindern gestellt werden.

Musikzweig – was ist das eigentlich?

An der Gaußschule wird in fünf Jahrgängen (Klasse 6 bis 10) in jeweils einer von vier Parallelklassen das Fach Musik mit vier Wochenstunden unterrichtet. Musik hat also den gleichen Stellenwert wie die Fächer  Deutsch, Englisch, 2. Fremdsprache und Mathematik.

Diese Musik-Klassen nennen wir zusammengefasst den „Musikzweig“.

Das pädagogische Konzept des Musikzweigs setzt sich aus drei Säulen zusammen:

–          Fachunterricht  Musik mit erhöhter Stundenzahl

–          Teilnahme am Ensemblespiel einer Musik-Arbeitsgemeinschaft

–          Instrumentalunterricht

Die Kinder im Musikzweig haben bedingt durch den 4-stündigen Musikunterricht (31 Wochenstunden in Klasse 6 und 32 Wochenstunden in Klassen 7 bis 10).

Eine der vier Unterrichtsstunden Musik findet als Musikpraxisstunde im Rahmen einer Musikarbeitsgemeinschaft i. d. R. am Nachmittag statt.

Im Abstand von zwei Schuljahren laden die Schülerinnen und Schüler zu einem „Kultursplitter“ ein, in dem sie Ergebnisse aus ihrer unterrichtlichen Arbeit einem Publikum vorstellen.

Kann jeder den Musikzweig besuchen?

Grundsätzlich ist der Musikzweig für alle musikbegeisterten Kinder offen, eine Eignungsprüfung findet nicht statt. Wir bieten aber im Vorfeld der Aufnahme neben einer  Informationsveranstaltung Einzelberatungsgespräche zur Orientierung an.

Wer sich für den Musikzweig interessiert, muss entscheiden, ob Musik ein Schwerpunkt seiner schulischen Ausbildung werden soll. Des Weiteren ist die höhere zeitliche Belastung zu bedenken.

Geeignet sind in der Regel die Kinder, die schon eine gewisse musikalische Vorbildung mitbringen, sei es durch bereits begonnenen Instrumentalunterricht, musikalische Früherziehung oder andere musikalische Aktivitäten im Kindesalter und dieses auch mit Begeisterung  wahrnehmen.

Bereits mit Eintritt in die 5. Klasse wird eine der vier Klassen als Musikzweigklasse gebildet, um eine Nachzusammensetzung der Klassen am Ende des 5. Jahrgangs zu vermeiden.

Muss man ein Instrument spielen können?

Zum Konzept des Musikzweigs gehört es, dass alle ein Instrument erlernen. Daraus ergibt sich, dass die Kinder bereits begonnenen Instrumentalunterricht fortsetzen oder aber spätestens mit Eintritt in den Musikzweig in Klasse 6 mit dem Erlernen eines Instruments beginnen.

Was zeichnet die Musik-Arbeitsgemeinschaften aus?

Musik-Arbeitsgemeinschaften dienen der Differenzierung und Vertiefung des Musikunterrichts einerseits und bieten andererseits die Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler mit ihren spezifischen musikalischen Begabungen ihre Fertigkeiten auf dem Instrument oder der Stimme erweitern.

Aus einem vielfältigen Angebot kann gewählt werden: Chöre, Bläser- und Streicherensemble – auch zusammengefasst als Schulorchester – Big Band, Percussion und Rock.

Zudem zeigen sich die Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaften in regelmäßig stattfindenden Konzerten und Auftritten. Diese sind ein fester Bestandteil des schulischen Lebens.

Wie sieht  die Arbeit im  Musikunterricht aus?

Im Musikzweig wird Musik auf  jede nur denkbare Art und Weise erfahrbar gemacht. Musik wird gehört, über Musik wird intensiv nachgedacht und darüber miteinander gesprochen. Die Schülerinnen und Schüler erlernen musikalische Gesetzmäßigkeiten. Wir musizieren im „Klassenorchester“, singen im „Klassenchor“, experimentieren mit Klängen und Rhythmen oder erfinden Musik  in kleineren Gruppen auf vielfältige Weise. Die an einem Unterrichtsinhalt gewonnenen  Kompetenzen  werden durch musikpraktische Aufgaben vertieft, in denen die eigene Gestaltungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler gefordert und gefördert wird.

So ist für die Arbeit im Musikzweig der musikpraktische Zugang zu Unterrichtsinhalten charakteristisch.

Ist der Weg zum Abitur schwieriger?

Er ist einfach anders, denn er setzt in der Musik einen zusätzlichen Schwerpunkt. Die Unterrichtsinhalte und Kompetenzen in allen anderen Fächern des Musikprofils sind identisch mit denen des allgemeinen Zweiges.

Der stärkeren zeitlichen Belastung stehen u. a. folgende Vorteile gegenüber: eine umfassendere Perspektive auf Inhalte anderer Fächer, intensivere Erfahrungen im Umgang mit Kultur und ihrer Rezeption und der Präsentation vor Publikum.

Wann und wo gibt es ausführlichere Informationen?

Umfassende Informationen und individuelle Beratung sind für uns im Vorfeld der Anmeldung für den Musikzweig unverzichtbar. Zu Beginn eines jeden Jahres (Februar/März)  findet ein Informationsabend „Musikzweig“ statt. Neben allgemeinen Informationen gibt es dann auch die Gelegenheit, die Arbeitsweise von Musikklassen an ausgewählten Beispielen kennenzulernen. Zusätzlich zu dieser Informationsmöglichkeit bieten wir individuelle Beratungsgespräche an.

Das Führen eines Beratungsgespräches mit einer Musikfachkraft wird dringend empfohlen. Diese Gespräche stellen sowohl für Eltern und Kinder als auch für die Aufnahmeentscheidung in den Musikzweig eine wertvolle Basis dar.

Die Terminabsprache für die Beratungsgespräch erfolgt über das Eintragen in Listen nach dem Informationsabend oder telefonisch über das Sekretariat (Tel.: 0531/470-4747).